Ab- und Ausleitverfahren

Schröpfen

 

Beim trockenen Schröpfen wird mit Hilfe von Wärme oder mit einem Saugnapf ein Unterdruck erzeugt, worauf sich das Glas beim Ansetzen an der gewünschten Stelle festsaugt. Dies bewirkt eine starke Durchblutung der Haut und verbessert somit den Nähr- und Sauerstoffaustausch zwischen den Zellen und dem Gewebe, was sich wiederum positiv auf den ganzen Stoffwechsel und das Immunsystem auswirkt. Über den Reflexzonen können Organe angeregt und in ihrer Funktion unterstützt werden.

 

Beim blutigen Schröpfen wird die Haut, vor dem Ansetzen des Schröpfkopfes, mit einer Lanzette etwas eingeritzt. Durch den Sog des Unterdrucks fliesst nun Blut ins Glas, was für den Organismus eine entlastende und sedierende Wirkung mit sich bringt.

 

Die mildeste Art des Schröpfens ist die Schröpfkopfmassage. Mit leichtem Sog wird der Schröpfkopf über die mit Öl eingeriebene Haut bewegt, was eine wohltuende und entspannende Wirkung erzeugt. 

 

Indikationen:

  • Muskuläre Verhärtungen / Verspannungen
  • Schmerzen
  • Verklebungen des Gewebes / Cellulitis
  • Migräne
  • Organschwächen / Unterfunktionen
  • Blutdruckstörungen
  • Rheumatische Beschwerden

Baunscheidtieren

 

Der sogenannte Lebenswecker ist an seinem Kopf mit Nadeln versetzt, welche die Haut des zu behandelnden Gebietes oberflächlich einstechen sollen. Mit dem Baunscheidtöl wird nun die Haut zusätzlich gereizt, was eine Quaddelbildung zur Folge hat. Man kann sich dies etwa so vorstellen, als wenn man von einer Brennnessel gestochen wurde.

Durch diese gezielte Reizung werden reflektorisch über die Nervenbahnen Stoffwechselvorgänge angerergt, Organe aktiviert und eine Umstimmung von ungewünschten Körperreaktionen erzeugt.

 

 

Indikationen:

  • Schmerzen am Bewegungsapparat 
  • Neuralgien
  • Migräne
  • Stärkung des Immunsystems
  • Organschwächen
  • Narbenentstörungen
  • Rheumatische Beschwerden

Blutegeltherapie

 

Die Blutegeltherapie wurde erstmals im 2. Jahrhundert vor Chr. nachgewiesen. Die grosse Blütezeit der Therapie fällt auf das Jahr 1800 und verbreitete sich vorallem in England, Frankreich und Deutschland.

 

Die Blutegel besitzen in ihrem Speichel unter anderem das Polypeptid Hirudin, welches verschiedene therapeutisch nutzbare Eigenschaften aufweist. Nebst der Gerinnungshemmung des Blutes wirkt es beschleunigend auf den Lymphstrom, thrombosehemmend und immunsystemstärkend durch Belebung der weissen Blutkörperchen.

 

Eingesetzt werden die Sauger dann, wenn eine Überfülle von gutem Blut besteht, die sogenannt Plethora.

Die unten aufgeführten Indikationen sind nur ein Bruchteil dessen, wann die Blutegel Erleichterung und Heilung bringen können.

Indikationen

  • Arthrose
  • Apoplexie
  • chronische Venenentzündung
  • Furunkel / Karbunkel
  • Bluthochdruck
  • Migräne
  • Rheuma
  • Thrombosenprophylaxe
  • und vieles mehr

Naturheilpraxis

Patrizia Halter

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